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  • BRANCHEN TREFFEN – DIE EXPERTEN VON FUSO AUF DER BAUMA

Die bauma 2025 präsentierte sich wie immer von ihrer superlativen Seite. Von 7. bis 13. April waren auch die Experten von FUSO auf der Messe in München vertreten und nutzten die Gelegenheit für persönliche Ansprache und authentisches Engagement in Sachen Kundennähe.

Alles, ja wirklich alles, was die Baubranche braucht, findet sich auf der bauma. Sie ist nicht umsonst die Weltleitmesse der Branche. Dieses Jahr präsentierten 3601 Aussteller aus 57 Ländern auf insgesamt über 600.000 Quadratmetern Innen- und Außenfläche ihre Produkte und Dienstleistungen. Auf dem Freigelände, das sich partiell in eine riesige Kiesgrube verwandelt hat, warteten gigantische Exponate auf die Besucher. Ein Raupenkran der Kategorie Wolkenkratzer mit 169 Metern maximaler Auslegerhöhe, ein Muldenkipper mit den Dimensionen eines Wohnblocks, dessen Räder allein schon rund vier Meter hoch sind oder ein Hydraulikbagger mit grazilen 700 Tonnen Eigengewicht und einem Löffel, der bis zu 44 Kubikmeter auf einmal wegschaufelt. Um nur ein paar zu nennen. In den Hallen geht es so weiter: Baumaschinen, Anbaugeräte, Ausrüstung, Zubehör.

Lkw für die spezifischen Anforderungen der Baubranche dürfen da nicht fehlen, und die müssen gar nicht besonders groß oder schwer sein, sondern „nur“ exakt auf die Bedürfnisse der entsprechenden Kunden zugeschnitten. Das beweist das Team von FUSO, für das die bauma alle drei Jahre ein gesetzter Termin ist. Mit insgesamt drei Canter und eCanter in branchenrelevanten Konfigurationen sind die Experten aus den Bereichen Produktmanagement, Verkauf, Aufbauherstellermanagement und Marketing vor Ort.

Expertise, gute Laune, keine Treppen und Markenbewusstsein

Ab Tag eins ganz vorne mit dabei ist Manuel Baader. Als ehemaliger Produktmanager für den Canter und aktueller Produktmanager für den eCanter kennt er die ausgestellten Fahrzeuge bis ins kleinste technische Detail. Zu Eröffnung der bauma am 7. April führte deshalb er den Rundgang für die Fachpresse über den Stand und seine Kollegen aus der Presseabteilung von Daimler Truck schnappten ihn sich außerdem als Gesprächspartner für einen Podcast. „Auf der bauma erlebst du echt alles“, erzählt er lachend, „aber ich muss sagen, bei beiden Anlässen waren wirklich interessante fachliche Fragen dabei. Das macht mir großen Spaß.“ Freude, allerdings besucherseitig, scheint auch das Probesitzen im eCanter zu machen. Hier kann die komfortabel niedrige Einstiegshöhe der Fahrzeuge punkten, während an anderer Stelle Hersteller extra Treppen aufbauen mussten, damit man ihre Ausstellungsstücke in XXL überhaupt absturzsicher erklimmen kann.

Zufrieden mit der diesjährigen Messepräsenz wirkt auch Erk Rönnefahrt, wenn er über den 200 Quadratmeter großen Stand blickt. Als Head of Marketing FUSO Europe ist ihm ein gelungener Auftritt wichtig. Mit dem klaren, aber trotzdem einladenden Design der Präsentationsfläche, die komplett im modernen und dynamischen FUSO-Blau strahlt, kann die Marke sich auf jeden Fall sehen lassen. „Bei unserer ersten bauma vor zwölf Jahren sah das noch ganz anders aus“, erinnert er sich lachend, „unser Stand war draußen, winzig und nur eine einsame Fahne flatterte da im Wind.“ 

Heute macht das Ganze definitiv mehr Eindruck: Neben den Fahrzeugen, einem Canter 6S15 mit Pritsche-Kranaufbau und einem eCanter 7C18e mit Meiller-Kipper und Nutzlastrekord, gibt es eine Videoleinwand zu sehen, auf der eCanter im realen Kundeneinsatz oder informative Erklärvideos zum Laden in Dauerschleife laufen. Bei einer Barista können sich Gäste ein leckeres Heißgetränke abholen und auf dem zusätzlichen Außenbereich noch einen Canter 9C18 Hakenabrollkipper und den FUSO-Eventtrailer entdecken. „Die örtliche Nähe zum Stand von Mercedes-Benz direkt nebenan betont außerdem die Verbundenheit der Marken unter dem Dach von Daimler Trucks“, ergänzt der Marketingfachmann. Tatsächlich kann man ab und zu erleben wie Besucher im Vorbeigehen eins und eins zusammenzählen: „Ach, stimmt, FUSO gehört ja auch zu Daimler.“ 

Den eCanter habe ich mir genau angeschaut und mir die Technik erklären lassen. Für den Stadtverkehr ist das vermutlich schon die Zukunft. Die Frage ist, wann wir sowas umsetzen können. Ladeinfrastruktur zu schaffen ist eine Herausforderung aber bestimmt machbar. Der Einsatz eine solchen Fahrzeugs muss sich allerdings auch wirtschaftlich rechnen.
Olaf Ibscher, Leitung Disposition bei Knettenbrech + Gurdulic Süd GmbH Entsorgung & Recycling, aus Kirchheim bei München

Drei Zielgruppen und Interesse an konventionell als auch an elektrisch

Neben diesen noch unbeleckten, aber immer herzlich willkommenen Seelen empfinden die Experten von FUSO das Publikum auf der diesjährigen bauma generell als bereits äußerst gut informiert. Der Großteil der zahlreichen Besucher hat die Marke FUSO auf dem Schirm. Diesen Eindruck unterschreibt Erk Rönnefahrt, der die bauma als eine sehr zielgruppenscharfe Messe sieht, die mit den Bereichen Bau, Garten- und Landschaftsbau und Kommunalanwendung gleich drei der vier von FUSO bedienten Segmente auf einmal anspricht: „Meine Erfahrung ist, dass hier Interessenten mit sehr konkreten Bedarfen gezielt zu uns kommen. Die sagen eher ‚ich brauche‘ oder ‚ich will‘ statt ‚ich weiß nicht‘.“ 

Sein Kollege Manuel Baader pflichtet ihm bei „Die Leute fragen vielleicht zuerst nach dem Diesel, lassen sich aber auch gerne erklären, was die Alternativen sind“, beschreibt er. Schließlich geht es in den angesprochenen Branchen um langfristige Anschaffungen und der Fokus liegt mehr auf Kauf statt Leasing, da die Nutzung sehr intensiv ist. Außerdem wird oft viel Geld für spezialisierte Aufbauten investiert. Die Strategie, den konventionellen Canter und den eCanter völlig selbstverständlich nebeneinander zu präsentieren, kommt daher gut an, meint der Produktmanager: „Es ist schön, zeigen zu können, lieber Interessent, schau, wir haben den bewährten Diesel, aber auch ein genauso breites Portfolio an zukunftssicheren Alternativen. Missionierung findet bei uns aber nicht statt. Wir liefern die Informationen, der Kunde entscheidet.“

Meine drei Mitarbeiter und ich sind gemeinsam auf der bauma. Bei FUSO schauen wir vorbei, weil wir Anfang voriges Jahr einen Canter 7,5 Tonner als Diesel gekauft haben. Wir sind absolut zufrieden. Leistung und Nutzlast, er hat die größte Zuladung in seiner Klasse, sind genau richtig für uns. Wir transportieren damit all unsere Materialien.
Rolf Rahlwes, Inhaber Zimmerei Rahlwes, aus Rottach-Egern am Tegernsee

Beratungsgespräch als Selbstläufer und überraschende Elektroenthusiasten

Dass diese Herangehensweise zu passen scheint, bestätigt Erk Rönnefahrt, wenn er von seinem Gespräch mit einem Besucher-Duo berichtet: „Senior- und Juniorchef von einem Bauunternehmen, die sich mit mir den eCanter anschauten. Der Senior tendierte Richtung Diesel, aber der Junior rechnet ihm vor, wie günstig sie den eCanter laden. Da der Strom aus ihrer PV-Anlage nicht gefördert wird und sie den, statt ihn für acht Cent einzuspeisen, einfach in einen elektrischen Lkw stecken könnten.“ Das Beratungsgespräch führte sich nahezu von selbst und dem Marketingfachmann blieb fast nur noch der Hinweis auf die ausgezeichneten Ladezeiten des eCanter und der Einwurf, dass auf Baustellen ja in der Regel Baustrom zur Verfügung steht und das ebenfalls am Stand ausgestellte NRGkick-Ladekabel da eine einfache mobile Lösung ist, falls unterwegs Nachladen nötig wäre. „Das Gesamtpaket hat den beiden gut gefallen. Allein für solche Begegnungen liebe ich die bauma“, schmunzelt er. 

Von einem denkwürdigen Aufeinandertreffen mit der Zielgruppe kann auch Jan Lamer vom Produkt- und Marketingmanagement FUSO Europe aus Berlin berichten. „Mich erwischte ein ziemlich aufgeregter Besucher. Bayerischer Landwirt. Ich hatte zugegeben zuerst etwas Mühe, ihn zu verstehen und war kurz verunsichert, ob er sich womöglich über etwas beschweren möchte.“ Doch weit gefehlt, denn wie sich herausstellt, ist der tatsächlich schon etwas ältere Herr komplett überzeugt vom Thema Elektromobilität und war ursprünglich auf der Messe, um sich nach einem eSprinter zu erkundigen. 

„Doch dann entdeckte er unseren moosgrünen eCanter und war sofort hin und weg“, erzählt Jan Lamer lachend weiter, „und dann auch noch mit einem Meiller-Kipper! Ich glaube, der hätte den am liebsten direkt mitgenommen.“ Der Elektro-Enthusiast erklärte dem Experten von FUSO ausführlich die verschiedenen Anwendungszwecke, die er für den eCanter auf seinem Hof sieht und dass er seine ganzen Kuhställe schon mit PV-Anlagen bestückt habe. Das mit dem Laden sei also kein Problem. In seiner Gemeinde würde man ihn zwar ein wenig belächeln mit seiner ‚E-Spinnerei‘, aber das wäre ihm egal. „Er meinte, er würde sich jetzt sofort bei der Niederlassung München um ein Vorführfahrzeug bemühen. Um damit durchs Dorf zu fahren und es allen zu zeigen. Der war einfach der Hit, der gute Mann.“

Messe belohnt mit neuer Motivation und Zuversicht

Dass nicht nur Kunden viel aus den Gesprächen auf der Messe mitnehmen, sondern das auf Gegenseitigkeit beruht, findet Sebastian Schäfner vom Verkaufsmanagement bei FUSO. „Ich hatte viele gute Unterhaltungen und einige davon stimmten mich doch sehr positiv.“ Im Bereich Sales hat man den Absatz schließlich immer im Hinterkopf. Da sorgen Interessenten mit aktuellem Bedarf für etwas Herzklopfen. Verständlich bei den gleich zwei spannenden Anfragen aus dem österreichischen Markt die bei dem Verkaufsmanager landeten. 

Zum einen ging es um die Stadt Wien, die sich für den neuen eCanter als Pritschenfahrzeug interessierte. Die Anschaffung ist mit dem Bau einer PV-Anlage verbunden, damit ein komplett grüner Kreislauf entsteht. Offen war jedoch noch die Tonnage, in Frage kommen der 4,25-Tonner oder 7,5-Tonner. „Die Herrschaften und ich unterhielten uns gut anderthalb Stunden und sind komplett die Technik des Fahrzeugs durchgegangen“, erinnert sich Sebastian Schäfner. Zum anderen beriet er einen Vertreter der Stadt Innsbruck, die laut dessen Aussage aktuell ihren Fuhrparkaustausch plant und für die kommenden acht Jahre mit bis zu 40 neuen Fahrzeugen kalkuliert. „Auch hier standen CO2-Neutraliät und daher der eCanter im Fokus, und zwar der 4,25-Tonner. Die Möglichkeit, ihn mit dem Führerschein der Klasse B fahren zu können, war ein maßgebliches Argument“, erklärt der Sales Experte und ergänzt, „so etwas gibt mir persönlich einen richtigen Energieschub mit Blick auf die nächsten Quartale und ich kümmere mich gerne darum, unseren Verkaufspartner im lokalen Markt darauf anzusetzen.“

Die bauma ist immer ein MUSS für mich. Auf den Stand von FUSO brachte mich gezielt das Interesse an dem Fahrzeugkonzept. Sprich die leichte Klasse und die hohe Zuladung im 7,5-Tonnen-Segment. Außerdem sind die kompakten Maße und die daraus resultierende Wendigkeit für unsere Anwendungszwecke im innerstädtischen Bereich sehr interessant.
Matthias Zorn, Abteilungsleiter Maschinentechnik bei Diringer & Scheidel Bauunternehmung GmbH & Co. KG, aus Mannheim

Treue Kunden, eventuelle Kunden und das passende Fahrzeugkonzept

Eine absolute Erfolgsstory, allerdings eher von gestern statt von morgen, erfreute dagegen Kollege Martin Tritschler, ebenfalls aus dem Verkaufsmanagement, ganz besonders: „Ich unterhielt mich sehr herzlich mit einem Herrn, ein Gerüstbauer aus dem Bayerischen Wald, der zwei Canter besitzt. Einer 13 Jahre alt und der andere 15 und noch immer top in Schuss, robust und sparsam. Der wollte nur mal vorbeischauen und loswerden, wie zufrieden er mit den Fahrzeugen ist. Das hört man doch gerne.“

Ein weiteres bemerkenswertes und sehr ausführliches Gespräch führte der Verkaufsmanager mit einer Delegation der Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Diese war mit einer besonderen Mission auf der bauma unterwegs und schaute sich unzählige Aussteller aus allen Bereichen an. „Wie die Damen und Herren mir berichteten, planen sie in den kommenden Jahren ihren kompletten Maschinenpark auf emissionsfrei umzustellen. Angefangen beim Laubbläser über den Rasenmäher bis hin zu den Fahrzeugen“, erzählt er. Die Behörde ist der größte staatliche Museumsträger in Deutschland und arbeitet an ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, mit der sie in Zukunft auch aktiv werben will. Ein hochinteressanter Use-Case, für den das umfangreiche Portfolio des eCanter, aber auch das dazugehörige Angebot an Ladeinfrastruktur sicher ausgezeichnet passen könnte.

Was übrig bleibt und worauf man gespannt sein darf

Als Resümee der bauma 2025, da ist sich das Messeteam von FUSO einig, bleibt, dass die Nachfrage und der grundsätzliche Bedarf nach einem Produkt wie dem Canter und dem eCanter immer vorhanden ist und wächst. Das gilt nicht nur für den deutschen Markt sondern bestätigte sich durch das internationale Publikum aus den unterschiedlichsten Ländern: Italien, Spanien, Portugal, Serbien, Österreich, Schweiz, Norwegen, England. 

Besonders das Thema Elektromobilität im Nutzfahrzeug ist im Vergleich zur Messe 2022 enorm gereift. Bei den Herstellern sah man an unzähligen Ständen E-Fahrzeuge, Speicherlösungen und Ladeinfrastruktur. Sogar die eingangs erwähnten Bau-Giganten sind die vermutlich größten Elektrofahrzeuge der Welt. Die Fachbesucher stecken inzwischen ebenfalls viel tiefer in der Thematik drin, wie die Experten in den Gesprächen erfahren konnten. Da wird scharf mit der TCO gerechnet und das Drumherum, wie zum Beispiel die genaue Analyse der Fahrzeugnutzung hinsichtlich der elektrischen Machbarkeit, die Möglichkeiten zur Gewinnung von eigenem Strom oder die Anforderungen etwaiger Förderprogramme sind viel mehr ins Bewusstsein gerückt. Man darf also gespannt sein auf die nächste bauma 2028. Eins ist schon jetzt sicher: Das Expertenteam von FUSO ist auf jeden Fall wieder mit dabei.